Entdecken Sie das Wissen, das Champagner so einzigartig macht und begleiten Sie mich zu Winzern, Rezepten und genussvollen Momenten.
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Jahrgangschampagner – Ausdruck eines besonderen Jahres
Ein Jahrgangschampagner, in der Champagne als Millésime bezeichnet, stammt ausschließlich aus Trauben eines einzigen Erntejahres. Anders als bei Non-Vintage-Cuvées werden hier keine Reserveweine aus anderen Jahren hinzugefügt. Das Ziel ist nicht die konstante Wiedererkennbarkeit eines Hausstils, sondern der authentische Ausdruck eines bestimmten Jahres.
Champagner richtig öffnen
Eine Champagnerflasche steht unter hohem Druck, etwa sechs Bar. Daher sollte sie stets vorsichtig geöffnet werden.
Die Regionen der Champagne
Obwohl die Champagne geografisch kompakt erscheint, prägen unterschiedliche Teilregionen den Charakter der Weine maßgeblich. Klima, Bodenstruktur und Rebsortenverteilung unterscheiden sich spürbar und verleihen den Champagnern jeweils eigene Nuancen.
Die Dosage-Stufen im Überblick
Nach dem Degorgieren wird dem Champagner eine kleine Menge Versanddosage hinzugefügt. Diese bestimmt den Restzuckergehalt und damit die offizielle Stilbezeichnung.
Oxidativer und reduktiver Ausbau
Die Art des Ausbaus beeinflusst den Charakter eines Champagners maßgeblich. Beim reduktiven Ausbau wird der Kontakt mit Sauerstoff möglichst gering gehalten. Die Weine reifen meist im Edelstahltank und behalten eine klare, frische Aromatik.Der oxidative Ausbau hingegen erlaubt bewusst Sauerstoffkontakt, häufig im Holzfass. Dadurch entstehen komplexere, würzigere Aromen und eine breitere Struktur.
Assemblage – die Komposition des Champagners
Die Assemblage ist einer der kreativsten Schritte in der Champagnerherstellung. Nach der ersten Gärung entstehen unterschiedliche Grundweine, die sich in Rebsorte, Lage und Jahrgang unterscheiden. Diese Komponenten werden sorgfältig verkostet und miteinander kombiniert.
Das Rütteln – Präzision in Bewegung
Nach der zweiten Gärung bildet sich in der Flasche ein feiner Hefesatz. Damit der Champagner später klar ins Glas kommt, muss dieser Satz behutsam in den Flaschenhals befördert werden. Dieser Vorgang wird als Rütteln oder Remuage bezeichnet.
Biologischer und biodynamischer Champagner
Nachhaltigkeit spielt auch in der Champagne eine zunehmend wichtige Rolle. Immer mehr Winzer entscheiden sich für biologischen oder biodynamischen Anbau, um Böden, Reben und Umwelt langfristig zu schützen.
Die Champagne im Wandel des Klimas
Die Champagne liegt am nördlichen Rand des traditionellen Weinbaus. Über Jahrhunderte war das kühle Klima eine Herausforderung und zugleich Grundlage für die charakteristische Frische der Weine. In den letzten Jahrzehnten haben steigende Temperaturen jedoch deutliche Veränderungen mit sich gebracht.
Champagner richtig servieren
Der Genuss von Champagner beginnt mit der richtigen Vorbereitung. Temperatur und Glasform spielen eine entscheidende Rolle für das sensorische Erlebnis.
Champagner und Schaumwein – Herkunft macht den Unterschied
Nicht jeder Schaumwein ist Champagner. Der entscheidende Unterschied liegt in der Herkunft. Der Name Champagner ist gesetzlich geschützt und darf ausschließlich für Schaumweine verwendet werden, die in der französischen Region Champagne nach klar definierten Regeln hergestellt wurden.
Champagner richtig lagern
Champagner ist ein sensibles Produkt, das sorgfältige Lagerbedingungen benötigt. Auch wenn er häufig unmittelbar genossen wird, kann die richtige Lagerung seine Qualität langfristig bewahren oder sogar verbessern.
Die Magnum – Reife im größeren Format
Das Flaschenformat spielt bei Champagner eine größere Rolle, als man zunächst vermuten könnte. Besonders die Magnumflasche mit anderthalb Litern gilt als ideales Reifegefäß. Der Grund liegt im Verhältnis von Flüssigkeit zu Sauerstoff.
Non-Vintage – die Kunst der Konstanz
Die Mehrheit aller Champagner trägt keinen Jahrgang auf dem Etikett. Diese sogenannten Non-Vintage-Cuvées entstehen aus der Assemblage mehrerer Jahrgänge und bilden das Herzstück vieler Häuser. Ihr Ziel ist es nicht, ein einzelnes Jahr zu spiegeln, sondern den charakteristischen Stil eines Hauses Jahr für Jahr erlebbar zu machen.
Die Hefelagerung - Reife, die man schmecken kann
Nach der zweiten Gärung beginnt eine Phase, die für die Qualität des Champagners zentral ist: die Lagerung auf der Hefe. Während dieser Zeit bleibt der Champagner in Kontakt mit abgestorbenen Hefezellen, die sich in der Flasche abgesetzt haben.
Grand Cru und Premier Cru - Herkunft als Qualitätsmerkmal
In der Champagne spielt die Herkunft eine zentrale Rolle. Anders als in vielen anderen Weinregionen werden hier nicht einzelne Lagen klassifiziert, sondern ganze Gemeinden. Dieses System geht auf das sogenannte Échelle des Crus zurück, ein historisches Bewertungssystem, das die Qualität der Weinberge in Prozentstufen einteilte.
Reserveweine - das Gedächtnis eines Hauses
Ein zentrales Element vieler Non-Vintage-Champagner sind die sogenannten Reserveweine. Dabei handelt es sich um Weine aus früheren Jahrgängen, die bewusst zurückgehalten und gelagert werden, um sie später in neue Cuvées einzubringen. Sie dienen nicht nur der Ergänzung, sondern sind entscheidend für die Kontinuität des Hausstils.
Degorgieren - der letzte präzise Schritt
Während der Reifung auf der Hefe sammelt sich nach der zweiten Gärung ein feiner Hefesatz in der Flasche. Dieser ist wichtig für die Aromabildung, muss jedoch vor dem Verkauf entfernt werden. Genau hier kommt das Degorgieren ins Spiel, ein präziser Arbeitsschritt, der über Klarheit und Eleganz des Champagners entscheidet.
Blanc de Blancs und Blanc de Noirs
Die Bezeichnungen Blanc de Blancs und Blanc de Noirs geben bereits einen Hinweis auf ihre Herkunft. Wörtlich übersetzt bedeutet Blanc de Blancs „Weißer aus Weißen“ und Blanc de Noirs „Weißer aus Schwarzen“. Beide Begriffe beziehen sich auf die verwendeten Rebsorten und beschreiben zwei eigenständige Stilrichtungen innerhalb der Champagne.
Die Herstellung von Champagner
Die Herstellung von Champagner folgt der sogenannten Méthode Traditionnelle, einem Verfahren, das über Jahrhunderte verfeinert wurde. Nach der Lese werden die Trauben schonend gepresst, um den klaren Most zu gewinnen. Dieser vergärt zunächst zu einem stillen Grundwein, der die Basis für die spätere Cuvée bildet.

