Non-Vintage – die Kunst der Konstanz
Die Mehrheit aller Champagner trägt keinen Jahrgang auf dem Etikett. Diese sogenannten Non-Vintage-Cuvées entstehen aus der Assemblage mehrerer Jahrgänge und bilden das Herzstück vieler Häuser. Ihr Ziel ist es nicht, ein einzelnes Jahr zu spiegeln, sondern den charakteristischen Stil eines Hauses Jahr für Jahr erlebbar zu machen.
Da das Klima in der Champagne stark schwanken kann, unterscheiden sich einzelne Ernten deutlich in Reife, Säure und Struktur. Durch die Kombination verschiedener Grundweine und Reserveweine gelingt es, diese Unterschiede auszugleichen. Das Ergebnis ist ein Champagner, der Balance und Wiedererkennbarkeit vereint.
Non-Vintage bedeutet keineswegs geringere Qualität. Im Gegenteil: Die Kunst liegt darin, aus unterschiedlichen Komponenten eine harmonische Cuvée zu komponieren. Oft fließen Reserveweine aus mehreren zurückliegenden Jahren ein, wodurch zusätzliche Tiefe entsteht. Diese sorgfältige Abstimmung erfordert Erfahrung und ein feines sensorisches Gespür.
Ein Non-Vintage-Champagner steht somit für Kontinuität und Stiltreue, ein Ausdruck der Identität eines Hauses.

