Blanc de Blancs und Blanc de Noirs
Die Bezeichnungen Blanc de Blancs und Blanc de Noirs geben bereits einen Hinweis auf ihre Herkunft. Wörtlich übersetzt bedeutet Blanc de Blancs „Weißer aus Weißen“ und Blanc de Noirs „Weißer aus Schwarzen“. Beide Begriffe beziehen sich auf die verwendeten Rebsorten und beschreiben zwei eigenständige Stilrichtungen innerhalb der Champagne.
Ein Blanc de Blancs wird ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt, in der Champagne nahezu immer aus Chardonnay. Diese Weine zeichnen sich durch Eleganz, Frische und eine feine, oft mineralische Struktur aus. Ihre Aromatik erinnert an Zitrusfrüchte, weiße Blüten oder grüne Äpfel. Mit zunehmender Reife entwickeln sich Noten von Brioche, Mandeln oder Haselnuss, ohne dabei ihre präzise Linie zu verlieren. Blanc de Blancs wirken häufig besonders schlank und geradlinig, weshalb sie gerne als Ausdruck von Finesse und Raffinesse beschrieben werden.
Ein Blanc de Noirs hingegen entsteht ausschließlich aus roten Trauben, meist Pinot Noir oder Meunier. Trotz der dunklen Schalen bleibt der Most hell, da er sehr schonend gepresst wird und kaum Kontakt mit den Farbstoffen der Schalen hat. Stilistisch präsentieren sich Blanc de Noirs oft kraftvoller und strukturierter. Sie bringen mehr Körper ins Glas und zeigen Aromen von reifem Apfel, Birne oder manchmal eine feine Würze. Im Vergleich zum Blanc de Blancs wirken sie meist runder und substanzreicher.
Beide Stilrichtungen zeigen, wie unterschiedlich Champagner sein kann, selbst wenn die Herstellungsmethode identisch bleibt. Ob elegant und mineralisch oder kraftvoll und strukturiert – Blanc de Blancs und Blanc de Noirs eröffnen zwei spannende Perspektiven auf die Vielfalt der Champagne.

